Kreativitätstechniken am Beispiel von Widgets

Widgets sind hot. Widgets sind in aller Munde. Eine hervorragende Einführung zum Thema “Google Gadgets” bietet Tony M. auf seinem linkmafia Blog. Doch wie kommt man zum eigenen Widget? Am besten durch eine zündende Idee, aber die kommt nicht immer, wenn man sie braucht. Mit ein wenig Systematik kann man dieser aber ein wenig auf die Sprünge helfen. Dieser Artikel soll eine Möglichkeit darstellen, wie man strukturiert an das Thema Widgets rangehen kann.

Wer meinen Artikel “Das optimale SEO Portfolio” gelesen hat, weiß, dass ich ein Fan von Matrizen bin, da diese komplizierte Sachverhalte anschaulich vereinfachen. Und so kann man auch hier vorgehen.

Tony M. hat herausgefunden, dass die Mehrzahl der erfolgreichen Widgets (Widgets mit eine großen Zahl von Einbindungen) aus den folgenden Bereichen kommt: “Mash-ups”, “aktuelle Nachrichten”, “Täglich was Neues”, “Tools” und “Geo-Services” stammt. Mehr dazu in der oben erwähnten Präsentation von ihm (ab Seite 16). Diese Kategorien schreibt Ihr in die Spalten der mehrzeiligen und mehrspaltigen Tabelle.  Bei den Kategorien “Mash-ups” und “Tools” solltet Ihr auch Mega-Themen wie Facebook, Twitter, eBay & Co. im Auge behalten. Gerade Twitter und Facebook gehen derzeit richtig ab. Hier lohnt es sich, über diese Theman separat nachzudenken.

In die Zeilen fügt Ihr dann die Projekte auf, die Ihr mit Euren Widgets pushen wollt. Wenn Ihr also z.B. 7 Themen und 5 Projekte identifiziert habt, kommt Ihr auf eine 7×5 Tabelle mit 35 möglichen Kombinationen. Wendet nun die “Brainstorming”-Technik für jede einzelne Kombination an und überlegt, welchen Mehrwert ihr stiften und daraus ein Widget basteln könnt. Denkt dabei (noch) nicht an die Monetarisierungsstrategie. Das Brainstorming sollte im übrigen ein immerwährender Prozess in Eurem Kopf sein, bei dem Ihr aktuelle Themen stetig ergänzt und Euch immer fragt: “Wie könnte ich das Thema mit einem neuen oder bestehenden Projekt bedienen?”

Am Ende dieses Prozesses kommen gute und weniger gute Ideen raus. Die guten kommen ins Töpchen, die schlechten ins Kröpfchen. Und jetzt kommt wieder eine berühmte 2×2 Matrix ins Spiel. Dabei ist es nicht wichtig, dass man diese wirklich aufmalt. Die Dimensionen sind immer das Interessante: Bewertet Eure Ideen anhand der Dimensionen “Mehrwert und Viralität” (wie gut verbreitet sich das Widget von selbst) und “Projektunterstützung” (wie stark unterstützt das Widget eines meiner Projekte).

Bei der “Projektunterstützung” gibt es verschiedene Ausprägungen. Die Unterstützung kann im einfachsten Fall darin liegen, dass Eure Marke (“Brand”) verbreitet wird. Ein weiteres Plus ist ein Backlink auf Euer Projekt, der Euch noch weitere Nutzer bringt und dabei indirekt monetarisiert. Auch eine direkte Monetarisierung im Widget ist möglich. Was letztlich mehr bringt, hängt vom Einzelfall ab. Im Vordergrund sollte aber immer der Mehrwert für den Nutzer stehen, denn was bringt Euch ein Widget, das niemanden interessiert? Und – müßig zu erwähnen – natürlich sind die Widgets die spannendsten, die eine hohe Viralität und eine hohe Projektunterstützung aufweisen.

Abschließend noch ein paar Linktipps zum Thema Widgets:

Wie gehst Du an das Thema Widgets ran? Kennst Du noch weitere hilfreiche Ressourcen? Bitte poste diese Gedanken/Ideen in den Kommentaren!

Trutz
Nach seinem Studium an den Universitäten in Kiel und Köln (Schwerpunkte Medienmanagement, Finanzierung, Wirtschaftsinformatik) war er fünf Jahre in verschiedenen Bereichen bei DeutschePostDHL tätig. Heute ist Trutz Fries ist Mitglied der Geschäftsführung von LES MILLS Germany, dem führenden Anbieter von Gruppenfitnesskonzepten in Deutschland. In seiner Freizeit betreibt er erfolgreich eigene Webprojekte.

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  1. Wie baue ich ein Google Widget | von-unterwegs-gesendet

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